Im Iran wurde das Internet abgeschaltet, in russland (* Absatz 3) sind aus “Gründen der nationalen Sicherheit” bestimmte Dienste in bestimmten Regionen nur eingeschränkt erreichbar.
Aber auch in vielen anderen Ländern versucht eine Zensur den Fluss von Informationen zu blockieren – was übrigens etwas anderes ist als die Eindämmung von Fakenews.
Wir, in unserem freien europäischen Land, können mit sehr wenig Aufwand von Zensur und der Sperrung von Diensten Betroffene unterstützen.

Wenn der Zugang zum Tor-Netzwerk blockiert ist…
Zur Verschleierung der Identität dient das Tor-Netzwerk. Wie bei einer Zwiebelschale wird Schicht um Schicht der Internetidentität verschleiert, indem der Weg der Daten nicht mehr nachvollziehbar gemacht wird: Die Daten werden auf unbekanntem Weg von einem zum anderen Tor-Server weitergeleitet.
Während die internen Um- und Weiterleitungen auf den Tor-Kommunikationsservern selbst nicht nachvollziehbar sind, sind die Zugänge, die IP-Adressen dieser Server bekannt und damit zu sperren.
Die wechselnden IP-Adressen in der freien Welt: Die Schneeflocken
Während Server in der Regel über feste Adressen zu erreichen sind, sind die IP-Adressen von uns Endanwendern häufig wechselnd (Ihre IP-Adresse können Sie hier angezeigt bekommen).
In der Regel wird nachts unsere Internetverbindung kurz getrennt und wieder neu hergestellt. Dabei erhalten wir eine neue, weltweit einzigartige IP.
Das kleine Snowflake-Plugin, eine einfach zu installierende Erweiterung für unsere Browser, nutzt die WebRTC-Technologie, um Verbindungen zum Tor-Netzwerk als normale Video- oder Sprachanrufe zu tarnen. Wir können mit dem Snowflake-Plugig einen kurzzeitigen Proxy – einen digitalen Mittelsmann – zur Verfügung stellen, der potentiell zensierte Verbindungen zum Tor-Netzwerk weiterleitet.
Die Zensur bekommt so nicht mit, dass jemand den Eingang zum Tor-Netzwerk benutzt.

Sehr einfach, sehr wirkungsvoll.
Das Plugin und weitere Infos gibt es hier.